Wahlprogramm der CDU für Leichlingen 2020 bis 2025

Wahlprogramm der CDU für Leichlingen 2020 bis 2025

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 13. September kommt es auf Ihre Stimme an. Bei der Kommunalwahl entscheiden Sie mit, wie die Zukunft unserer Heimat aussehen wird.
Deshalb unsere Bitte: Gehen Sie wählen!

In Nähe zu den Großstädten Nordrhein-Westfalens bietet unsere Stadt eine wunderschöne Natur, die dazu einlädt, sich zu erholen und Kraft zu tanken.
Es sind aber auch insbesondere die Menschen, die hier leben, die Leichlingen und Witzhelden ausmachen. Viele von Ihnen engagieren sich auf vielfältige Art und Weise. Ihr Wirken bereichert tagtäglich unser Leben.
Wir wollen uns für unsere Stadt und unsere Mitmenschen einsetzen, damit die vielen Potentiale, die es in Leichlingen gibt, sich entfalten können.

„Blütenstadt“ und „Höhendorf“ sind für uns nicht nur Begrifflichkeiten.
Wir wollen sie leben und sie bestimmen unser Handeln.
Wir möchten den Grundcharakter unserer Stadt, mit den beiden Ortszentren Leichlingen und Witzhelden sowie den Außenortschaften, erhalten und stärken.

Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorne und wollen familienfreundlicher, innovativer und nachhaltiger werden. Wir möchten die Zukunft gestalten. Wir wollen eine Stadt sein, in der die Menschen auch in vielen Jahren gut und auf Höhe der Zeit leben.

Es gilt also Gutes zu bewahren und Neues zu schaffen.

Politische Entscheidungen müssen nachhaltig getroffen werden. Nachhaltigkeit bedeutet für uns Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang zu bringen.
Dafür stehen wir als CDU und bitten Sie um Ihr Vertrauen bei der Kommunalwahl.

Es wird Zeit für Zukunft!
Lassen Sie es uns anpacken.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Winter
Bürgermeisterkandidat

Wahlprogramm der CDU für Leichlingen 2020 bis 2025

Kapitel 1: Zeit für eine Stadtentwicklung, die unserem Namen gerecht wird

Um dem Namenszusatz „Blütenstadt“ gerecht zu werden, wollen wir uns für eine behutsame Stadtentwicklungspolitik einsetzen, die auf zu starke Verdichtung durch großformatige Bauten verzichtet. Die CDU möchte den grünen Charakter der Stadt Leichlingen bewahren und befürwortet in diesem Zusammenhang nur eine Nachverdichtung in Form von Neubauprojekten, die sich in das Stadtbild einfügen und Grünflächen in angemessener Weise erhalten.

Neubauprojekte werden von der CDU ganzheitlich betrachtet. Die bestehende Infrastruktur sowie der Verkehrsfluss dürfen durch den mit der Wohnbebauung einhergehenden Bevölkerungszuwachs nicht überlastet werden. Auch dürfen durch die Nachverdichtung im Stadtinnenbereich keine öffentlichen Stellplätze wegfallen, denn diese sind für den Einzelhandel unerlässlich.

Ebenso möchten wir bei unseren Entscheidungen Rücksicht auf das Stadtbild nehmen und setzen uns z.B. für den Erhalt des Eicherhofsfeldes ein, um die Sichtbeziehung von der Straße Unterberg zum Schloss Eicherhof weiterhin zu gewährleisten.

Grundsätzlich möchte die CDU auf Qualität bei der Bebauung und Nachverdichtung setzen und nicht auf einen schnellen Bevölkerungszuwachs mit allen negativen Begleiterscheinungen für die städtische Infrastruktur, die nicht im gleichen Maße wachsen kann.

Die CDU steht für den Erhalt und die Aufwertung der beiden Stadtparks inkl. der Frischluftschneise an der Kirchstraße.
Sie bilden die grüne Lunge unserer Stadt und dürfen nicht zugebaut werden.

Die Innenstadt soll behutsam aufgewertet werden, mit dem Ziel den Einzelhandel zu stärken und sich der Wupper zu öffnen.
Es muss ein ausreichendes Parkplatzangebot vorgehalten werden. Eine Bebauung der Parkpalette am Brückerfeld/Wallgraben ist daher nicht zielführend und würde den Einzelhandel gefährden.
Mittelfristig soll die Parkpalette aufgewertet werden, z.B. als Solarparkhaus mit E-Tankstellen für Autos und Fahrräder.

Die Entscheidung über die Zukunft des Rathauses macht die CDU insbesondere von ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten abhängig.
Wir befürworten grundsätzlich die Erweiterung und Modernisierung der Stadtbücherei.

Zukünftig sollen alle wirtschaftlichen und stadtgestalterischen Aspekte der Stadtentwicklung mit den Belangen des Klima- und Umweltschutzes abgewogenen werden.
Konkrete Maßnahmen, die im baulichen Bereich für eine Verbesserung des Klimas sorgen, sollen bei zukünftigen Entwicklungen für Baugebiete berücksichtigt werden.

Höchste Priorität hat für die CDU die Bebauung des Kaufparkgrundstücks, um endlich einen attraktiven Lebensmittelvollversorger im Zentrum anzubieten.  Dieser ist für die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger zwingend erforderlich und in der Funktion als Frequenzbringer aufgrund der Fußläufigkeit zu anderen Einzelhandelsgeschäften ein Garant für eine stärkere Bindung der Leichlinger Kaufkraft. In diesem Zusammenhang setzt die CDU auf einen Ausbau der Wegebeziehungen im Zentrum. Dabei steht an erster Stelle der Neubau der Henley-Fußgängerbrücke.
Cremers Weiden soll behutsam weiterentwickelt und nicht weiter verdichtet werden.

Durch die Integrierten Handlungskonzepte für Leichlingen und Witzhelden bieten sich Möglichkeiten die mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten Maßnahmen schrittweise umzusetzen.

Kapitel 2: Zeit für neue Wege bei Verkehr und Infrastruktur

Leichlingen liegt zwischen den Metropolen Köln und Düsseldorf an der Rheinschiene und profitiert damit von einer guten verkehrlichen Erschließung und einer hohen Zentralität.

Die CDU hat das Ziel, die verkehrliche Situation im Stadtgebiet und an den Grenzen zu seinen kommunalen Nachbarn nachhaltig zu verbessern und die Infrastruktur zukunftsorientiert auszubauen. Dabei sollen die verschiedenen Verkehrsmittel Hand in Hand die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Die durch den Kreis eingerichteten Mobilstationen bilden die Keimzelle zur Entwicklung der weiteren Mobilität, da an diesen Punkten die Umstiege zwischen individualer und öffentlicher Mobilität unterstützt werden.
Der Bahnhof spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dieses Tor zu Leichlingen soll weiter aufgewertet werden. Der modulare Charakter der Stationen erlaubt dabei eine den Anforderungen entsprechende Ausstattung. In einem ersten Schritt wurden Stellplätze für das Bergische e-Bike geschaffen und ein Stellplatz für ein Carsharing-Fahrzeug wird ausgewiesen. Ein Ausbau der P&R-Parkplätze erfolgt ebenfalls, um einen bequemen Umstieg in den Bahnverkehr zu ermöglichen.
Neben der zukünftig auch in den Randzeiten häufiger fahrenden RB48 unterstützen wir die Einrichtung einer Schienenverbindung zwischen Leichlingen und Düsseldorf über die Verlängerung der S1 von Solingen heraus, um auf diesem Weg die verkehrliche Erschließung in Richtung der Landeshauptstadt zu verbessern.

Wir unterstützen und planen den Ausbau der Radwege auf städtischem Gebiet, um eine möglichst lückenlose Erschließung des Stadtgebietes für den Fahrradverkehr zu ermöglichen. Hierbei sollen die Schnittstellen zu benachbarten Städten und Kreisen berücksichtigt werden.

Neben dem eigenen Fahrrad werden Bikesharing-Angebote im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt. Ziel sollte es sein, dass über ein kleinteiliges Netz an Entleihpunkten eine möglichste gute Abdeckeung in der Fläche entsteht, um auch einfache Fahrten ohne Rückgabe der Fahrräder am ursprünglichen Entleihpunkt möglich zu machen.

Der Busverkehr bildet die zweite Säule in der verkehrlichen Erschließung. Wir unterstützen den Rheinisch Bergischen Kreis bei seiner Strategie, auf der Strecke Leichlingen – Witzhelden, sowohl über Metzholz als auch über Oberbüscherhof zumindest einen 1-Stunden-Takt einzuführen, sodass eine halbstündige Verbindung zwischen Leichlingen und Witzhelden entsteht.
Um Wartezeiten an Haltepunkten für die Fahrgäste so angenehm wie möglich zu machen, fordern wir die Aufwertung von Haltestellen durch Wartehäuschen mit Sitzgelegenheiten bei gleichzeitigem Umbau der Haltepunkte zum barrierefreien bzw. barrierearmen Zustieg.

Der Takt der Busse soll dabei auf die des Bahnverkehrs abgestimmt sein. Dies gilt nicht nur für den werktäglichen Verkehr, sondern auch für den Freizeitverkehr inkl. des Nachtbusses, um einen reibungslosen Umstieg zwischen Bahn und Bus zu gewährleisten.

Über das bürgerschaftliche Engagement haben sich in den vergangenen Jahren in Leichlingen zwei Bürgerbusvereine mit einem sehr gut akzeptierten Netz etabliert. Diese ergänzen das bestehende Busnetz, erschließen insbesondere die Außenortschaften und verbinden diese mit der Leichlinger Innenstadt und dem Witzheldener Ortskern. Wir unterstützen die Bürgerbusvereine und sehen diese als wichtige Säule der Mobilität an. Die Überlegungen im Bürgerbusverein, dort einen Antriebswechsel auf Elektromobilität zu prüfen, halten wir für sehr gut.

Regenerative und alternative Energie werden zukünftig die klassischen Verbrennungsmotoren sukzessive ersetzen und in Teilen komplett verdrängen. Um Leichlingen auch an dieser Stelle zukunftssicher aufzustellen, fordern wir die dezentrale Installation von Elektroladeinfrastruktur zum Laden von PKWs und Fahrrädern. Darüber hinaus stellt die Brennstoffzelle mit Wasserstoff als Energieträger eine ökologische Alternative als Antrieb dar, so dass wir den Aufbau einer neuen Tankstelle oder die Ergänzung einer bestehenden Tankstelle mit der Möglichkeit der Wasserstoffbetankung fordern.
Insgesamt sehen wir das durch uns federführend in den letzten Jahren initiierte und zwischenzeitlich beauftragte städtische Verkehrskonzept als Schlüssel zur Identifikation, aber auch Ideenschmiede zur Behebung der wunden Punkte im Bereich Verkehr an.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ist in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen eine Breitbandversorgung Grundlage für ein zukunftsorientiertes Handeln und Leben. Wir fordern und unterstützen den weiteren Ausbau der Breitbandinfrastruktur, um Leichlingen auch an dieser Stelle sicher in die Zukunft zu lenken. Infrastrukturell sollen weiterhin ergänzend bei allen Baumaßnahmen im öffentlichen Raum Leerrohre mit verbaut werden, um perspektivisch Kapazitäten zur weiteren Versorgung mit neuen Technologien zu schaffen. Dazu gehört auch eine katasterliche Erfassung aller Straßen und sonstiger Infrastruktur im städtischen Bereich.

In den vergangenen Jahren waren wir leider häufig von massiven Hochwasserereignissen betroffen, die in ihrer lokalen Ausbreitung deutlich über 100-jährige Ereignisse hinausgingen. Um zukünftig die daraus resultierenden Gefahren für Leib, Leben, Hab und Gut zu minimieren unterstützen wir den Ausbau der Siedlungs- und Oberflächenentwässerung. Dieser ist so zu gestalten, dass auch bei geänderten Niederschlagsmengen und -ereignissen die Wassermassen beherrschbar abgeleitet werden und genutzt werden können.

Kapitel 3: Zeit für Nachhaltigkeit

Die CDU legt besonderen Wert auf Klima- und Naturschutz sowie das soziale Miteinander aller Menschen in unserer Gesellschaft.

Für die Jahrhundertaufgabe Klimaschutz soll der Klimaschutzplan des Rheinisch-Bergischen Kreises in Leichlingen bei jeder städtischen Entscheidung Beachtung finden.
Der Klimaschutzbeauftragte soll, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der wirtschaftlichen und sozialen Aspekte, die Umsetzung des Klimaschutzplans vorantreiben.

Naturschutz wird im Einklang mit der Landwirtschaft, der Städteplanung und dem Tourismus betrachtet. Naturschutz-Initiativen, wie z.B. der NABU oder die Offenlandstiftung, werden bei der Planung und Bewirtschaftung von öffentlichen Grünflächen einbezogen. So werden ökologische Habitate erhalten, die dem Artenschutz und auch dem Klima in der Stadt dienen. Der gesetzlich geforderte Grünflächenausgleich für Bau- und Gewerbegebiete soll schnell und verlässlich, vorzugsweise in Leichlingen, zugeordnet werden.

Eine intelligente Verkehrsführung soll die Luftqualität in Leichlingen weiter verbessern.  Das wollen wir durch gut angebundenen öffentlichen Nahverkehr, umweltfreundliche städtische Fahrzeuge, städtische Ladestationen, verbundene Fahrradwege-Achsen, intelligente Ampelschaltungen, moderne Beleuchtungssysteme sowie sinnvoll angelegten Parkraum erreichen.

Im Miteinander aller Generationen und Menschen jeder Herkunft wird gemeinsam nach Lösungen für aktuelle Probleme gesucht. Schüler die, sich in Nachhaltigkeits-Projekten mit der Zukunft beschäftigen, werden gefördert, Nachbarschaften werden mit Preisen für besonders nachhaltige Projekte unterstützt und ehrenamtliche Gruppen werden in ihrem Handeln unterstützt. Herausforderungen der letzten Jahre, wie zum Beispiel die Flüchtlings-Integration, Corona und die Vereinsamung von älteren Menschen haben die enorme Kraft des ehrenamtlichen Engagements gezeigt. Die CDU arbeitet flexibel an gesellschaftlichen Herausforderungen und unterstützt die Menschen, die sich ehrenamtlich für ein besseres Miteinander einsetzen.

Kapitel 4: Zeit für eine moderne Heimat

Leichlingen verbindet das Rheinland mit dem Bergischen Land. Die Nähe zu den Metropolen, als auch die Lage im Grünen ist für viele Menschen der Beweggrund in Leichlingen zu leben.
Aber auch darüber hinaus hat Leichlingen vieles zu bieten. Und es sind insbesondere die Menschen und ihr Wirken, die Leichlingen so lebens- und liebenswert machen. Das beweisen die vielen engagierten Ehrenamtler, kreativen Kulturschaffenden, motivierten Einzelhändler und Landwirte, einfallsreichen Gastronomen und hilfsbereite Nachbarschaften tagtäglich. Sie machen Leichlingen aus und sie wollen wir stärken.

Wir wollen Familien eine Heimat bieten, die ihnen Hilfestellungen bietet, wo es nötig ist sowie ein individuelles Angebot für ihre persönliche Lebensplanungen vorhält. Alle Generationen sollen im Einklang miteinander in unserer Stadt leben können. Die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses kann eine fördernde Maßnahme darstellen.

Bei all unserem Handeln behalten wir Inklusionsförderung im Fokus.

Etwa 150 ehrenamtliche Vereine bilden das Rückgrat unserer Gemeinschaft und unseres Zusammenlebens in Leichlingen. Wir wollen dem Ehrenamt die Würdigung zukommen lassen, die es verdient hat. Die Stadtverwaltung soll sie zukünftig bei ihrer Arbeit stärker unterstützen, z.B. bei der Findung und Gewinnung von Fördermöglichkeiten.
Durch ein neugeschaffenes Vereinsnetzwerk können übergreifende Fragestellungen wie Mitgliedergewinnung oder Datenschutz gemeinsam gemeistert werden.

Die CDU versteht die Verwaltung unserer Stadt als Dienstleister für die Menschen. Sie muss mit der Zeit gehen und unsere Prozesse und Angebote digitalisieren, nicht nur um Kosten zu reduzieren, sondern auch Verwaltungsvorgänge zu verschlanken und unseren Bürgerinnen und Bürgern so wertvolle Zeit durch Vermeidung von Behördengänge zu sparen. Wir setzen uns für eine papierlose und digitale Verwaltung ein. Jede städtische Dienstleistung soll fortan zusätzlich in digitaler Form beantragt und bearbeitet werden können. Der Gang zum Bürgerbüro soll zum Ausnahmefall werden.

Der Abbau von Bürokratie hat einen hohen Stellenwert. Alle gültigen Verordnungen der Stadt sollen überprüft, und wenn nicht mehr nötig, abgeschafft werden.

Kapitel 5: Zeit für beste Bildung

Wir brauchen Bildung, die begeistert. Das Thema Bildung und Entwicklung unserer Kinder sehen wir als eines der Schlüsselthemen für unsere gesellschaftlichen Zukunft an. Unsere Kinder sowie die Schülerinnen und Schüler verbringen einen Großteil ihres Alltags in Kindergärten, Kindertagespflegeeinrichtungen und in den Schulen.

Nicht nur die qualitativ hochwertige Betreuung und Vermittlung von Lerninhalten führt zum Lernerfolg, sondern auch attraktive Rahmenbedingungen in allen Einrichtungen.                                       
Die Schule wird als ganzheitliches Bildungs- und Lebensumfeld betrachtet und dies beginnt mit dem Verlassen des Zuhauses um über einen sicheren Schulweg zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem Bus in der Schule anzukommen.
Um das individuelle Bringen und Abholen mit PKWs sicher zu gestalten definieren wir Abholbereiche an Schulen, sog. Elterntaxihaltepunkte.

Die Hygiene und Funktionalität der Schulräumlichkeiten müssen verbessert werden.
Es braucht eine Qualitätssicherung des Schulessens und die Verfügbarkeit von ausreichend Räumlichkeiten mit hoher Lern- und Aufenthaltsqualität.
Wir wollen den Ausbau der Digitalisierung und der digitalen Ausstattung voran bringen - zur Erfüllung eines modernen Lernklimas.

Ganztagsbetreuung soll der Nachfrage und den Bedürfnissen entsprechend inkl. flexibler Ausgestaltung der Stundenzahl angeboten werden.
Nach individuellem Bedarf und unter Einbeziehung der Eltern, soll jedem Kind ein Betreuungsplatz im Kindergarten oder in der Kindertagespflege angeboten werden.
Es braucht weitere Kindertagesstätten und den bedarfsgerechten Ausbau bestehender Einrichtungen.

Die Rahmenbedingungen zur Eröffnung von Kindertagespflegestellen müssen geprüft und gegebenenfalls angepasst werden, zur Schaffung höherer Kapazitäten der U3-Plätze.

Kapitel 6: Zeit für eine starke Wirtschaft

Unser Leichlingen soll florieren, dazu braucht es eine starke Wirtschaft.
Dafür muss die Stadt wettbewerbsfähige unternehmerische Rahmenbedingungen bereitstellen, und als Hüter eines fairen und gesunden Wettbewerbs agieren. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen durch die Stadt bei der Bewältigung der Coronakrise in Form von Hilfs- und kostenlosen Weiterbildungsangeboten bestmöglich unterstützt werden. Die CDU setzt sich für den Erhalt einer lebenswerten Leichlinger Innenstadt und eines lebenswerten Witzheldener Dorfkerns mit vielen Einkaufsmöglichkeiten ein. Ein Parkangebot für Kunden von lokalen Einzelhändlern erleichtert den Einkauf. 
Leichlingen soll zu einem Kompetenzstandort Gesundheit ausgebaut werden.
Die Ansiedlung von Aus- und Weiterbildungseinrichtungen für Pflegekräfte soll gefördert werden.
Eine starke Softwarebranche könnte zukünftig ein weiteres Standbein der Leichlinger Wirtschaft darstellen. Hierfür kann insbesondere die bereits bestehende Kompetenz im Bereich IT-Sicherheit weiter ausgebaut und neue Unternehmen dieser Branche angesiedelt werden.

Durch vielfältige Ausbildungsangebote wollen wir, dass junge Menschen nach ihrem Schulabschluss in unserer Stadt bleiben. Für Unternehmen ist die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen gewinnbringend und zukunftsweisend.

Auf den stärkeren Bedarf nach Homeoffice-Arbeitsplätzen wird mit dem Aufbau eines Coworking Centers reagiert. Hierdurch wird flexibles Arbeiten und branchenübergreifender Austausch zwischen Arbeitnehmern erleichtert. Ein Innovationspark kann Technologie-Unternehmen einen idealen Nährboden bieten.

Leichlingen muss seine technische Infrastruktur auf die Industrie 4.0 vorbereiten. In Gewerbegebieten soll dafür der Glasfaserausbau direkt bis ins jeweilige Gebäude erfolgen. Auch hinsichtlich einer flächendeckenden Mobilfunkabdeckung muss nachgebessert werden. Die Stadt soll Unternehmen in all ihren Lebensphasen unterstützend begleiten. Dazu gehört ein fester Ansprechpartner in der Verwaltung, der koordinierend für Gewerbetreibende tätig ist um als universeller Ansprechpartner direkt, begleitend oder moderierend das Finden eines Standortes für Unternehmen erleichtern soll. Hierfür müssen geeignete brachliegende Flächen reaktiviert werden. Durch den Aufbau eines Gewerbeflächenkatasters, mit unmittelbar verfügbaren, aber auch Potentialflächen, wird anschließend die Suche übersichtlicher. Digitalen Unternehmen, die keinen physischen Unternehmensstandort benötigen, kann die Stadt zudem als offiziellen Firmensitz ein dafür ausgelegtes städtisches Gebäude zur Verfügung stellen. Dieses soll als physischer Sitz einer Vielzahl von Leichlinger Unternehmen dienen. Auch eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen stärkt unsere Stadt als Wirtschaftsstandort.

Kapitel 7: Zeit für Tourismus

Die Blütenstadt Leichlingen liegt zusammen mit dem Höhendorf Witzhelden idyllisch am Fuße des Bergischen Landes eingebettet in üppiger Natur.
Durch die unmittelbare Anbindung an die Rheinschiene könnte Leichlingen Erholungssuchenden aus den Ballungszentren eine Vielzahl an Betätigungsmöglichkeiten bieten.
Durch die vielfältige Landschaft mit der Wupper, Wäldern und Hügeln bieten sich insbesondere Kurz- und Wochenendurlaube mit sportlichen Aktivitäten an.
Dazu zählen Wanderungen, Fahrradtouren, der Reitsport und der Wassersport (Kanu-Touren und Angeln).
Die Natur in unmittelbarer Umgebung der beiden Ortskerne bietet dem Erholungssuchenden viele Möglichkeiten der Entspannung. Die zahlreichen Restaurants und Cafes, die Einzelhandelsgeschäfte und die Hofläden, hier findet man ein breites Angebot, welches das touristische Potential ergänzt. Die ehrenamtlich organisierten Feste wie beispielsweise in Witzhelden das Erntedankfest und in Leichlingen das Bratapfelfest oder das Stadtfest machen Leichlingen für Besucher attraktiv.

Aus Sicht der CDU gilt es die Natur zu bewahren und zu pflegen, um dieses Potential für die Einheimischen zu erhalten, aber auch für den sanften Tourismus zu öffnen. Der Ausbau des Tourismus, gemessen an den Besucherzahlen, ist eng gekoppelt mit den touristischen Angeboten vor Ort.

Es gilt das Angebot auszubauen beispielweise durch die Erweiterung von Wanderwegen sowie deren Pflege und Beschilderung. In einem zweiten Schritt gilt es das Angebot besser als bisher zu kommunizieren, indem ein zielgerichtetes Stadtmarketing mit dem Fokus auf den Aktiv- und Familienurlaub aufgebaut wird.

Die vorhandenen touristischen Einrichtungen sind dabei über die bereits vorliegenden Publikationen hinaus zu vermarkten. Ein ganzheitlicher Ansatz ist dabei zu verfolgen, der die facettenreichen Angebote aus Leichlingen, unter Berücksichtigung einer zentralen Marketinglinie, die auch im Bereich der Wirtschaft zum Ansatz kommt, adäquat vermarktet. Bestandteile des Tourismusführers sind die Darstellung der Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomieangeboten, die Lage der Hofläden sowie die weiteren sportlichen Aktivitäten und Themenwanderwege. Die Informationen sollen dabei über alle gängigen Publikationswege und auch durch regionale Messen bekannt gemacht werden.

Zur Attraktivierung der Stadt Leichlingen mit dem Ziel mehr Besucher begrüßen zu dürfen gehört auch das Angebot an außergewöhnlichen Einrichtungen mit einem regionalen Alleinstellungsmerkmal. So ist neben dem Ausbau der touristischen Infrastruktur (Kanu-Verleih, Ladestationen für E-Bikes etc.) die Unterstützung von den Groß-Projekten „Müllerhof“ und „Diepental“ eine übergeordnete städtische Aufgabe.

Die CDU steht für eine stärkere Fokussierung auf den Tourismus, da wir der Meinung sind, dass diese Potentiale besser genutzt werden können. Nicht zuletzt hat eine Stärkung des Tourismus positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit in letzter Konsequenz einen positiven Einfluss auf den städtischen Haushalt.

Kapitel 8: Zeit für solide Finanzen

Die Corona-Pandemie stellt unsere Stadt vor große finanzielle Herausforderungen. Unser oberstes Ziel bleiben dabei stabile und nachhaltige Finanzen mit einem ausgeglichenen Haushalt. Dieses dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, denn unsere Generation soll nicht auf Kosten der Nachfolgenden leben.

Die CDU will die Grund- und Gewerbesteuersätze stabil halten. Uns ist bewusst, dass gerade in der momentanen Situation unsere Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Unternehmen nicht mehr belastet werden dürfen.

Die Generierung von Mehreinnahmen ist für uns wichtig. Wir wollen ein attraktiver Gewerbestandort sein, um auf diesem Weg eine für Leichlingen passende Ansiedelung von Gewerbe zu ermöglichen. Es gilt insbesondere die ansässigen Unternehmen zu unterstützen und neue Gewerbebetriebe für Leichlingen und Witzhelden zu gewinnen. Der Erhalt des inhabergeführten Einzelhandels und der Abbau der Leerstände sind hier von großer Bedeutung, damit lokal eingekauft wird.

Um Kosten zu sparen, muss der kommunale Gebäudebestand auf den Prüfstand gestellt werden, ein Schwerpunkt stellt dabei die energetische Betrachtung dar. Entsprechende Investitionen in Sanierungen bzw. Ersatzbauten werden langfristig nicht nur Kosten einsparen, sondern auch die Umwelt schonen. Zum Beispiel gilt es die Nebenstelle des Rathauses (Bauamt/Abwasserbetrieb) mit den anderen Amtsstellen zusammen in ein Rathausgebäude zu integrieren.

Viele Aufgaben können wir nur gemeinsam in der Region bewältigen. Die CDU strebt eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit an. Bei der Vergabe von Aufgaben an andere Kommunen können Personalkosten eingespart oder bei der Übernahme von Aufgaben anderer Kommunen Einnahmen generiert werden. Auf diesem Weg werden Abläufe optimiert und ein Mehrwert geschaffen.

Die Stadt Leichlingen ist auf Antrag der CDU seit Ende 2019 Mitglied im Fachnetzwerk Fördermittelakquise NRW. Zusammen mit der Stelle der Fördermittelmanagers setzt die CDU Leichlingen nun darauf, dass zukünftig weit mehr Fördermittelprogramme in Anspruch genommen werden als es in der Vergangenheit der Fall war.

Kapitel 9: Zeit für mehr Sicherheit

Leichlingen und das Bergische Land gehören mit zu den sichersten Orten in NRW. Die CDU will sich jedoch nicht mit bereits erreichten Erfolgen zufriedengeben, sondern will weitere Maßnahmen ergreifen, um diesen Zustand auch zukünftig zu erhalten.

Ziel ist es, dass in Leichlingen ein präventives Schutzkonzept zur Vermeidung von Angsträumen entwickelt wird, so dass Schäden an Personen in öffentlichen Räumen und Plätzen vorgebeugt und vermieden werden. Dafür sollen Beleuchtungen verbessert und durch farbabweisende Oberflächen Verschmutzungen vermieden werden.

Über ein lokales Notrufkonzept (S.O.S. Taster) soll zusätzliche Sicherheit erzielt werden.
Gemäß diesem Konzept wird sich die CDU dafür einsetzen, dass in der Planung zukünftiger Projekte das Thema Sicherheit von Beginn an vollumfänglich Berücksichtigung findet sowie bereits bestehende Plätze und öffentliche Räume im Stadtgebiet einer Überprüfung unterzogen werden, um ggf. notwendige Nachbesserungen vorzunehmen.

Die Sicherheit unserer Stadt ist auf dem lokalen Ehrenamt aufgebaut. Dafür vertrauen wir tagtäglich auf all jene, die sich in Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz oder DLRG engagieren. In Anerkennung dessen gilt es, diese Institutionen und deren Mitglieder mit allen Mitteln und besten Kräften zu unterstützen.
Wir wollen das zukünftige Bestehen durch Nachwuchswerbung und -förderung aktiv unterstützen zum Beispiel könnten eine Kinderfeuerwehr und weitere frühe Branderziehungen helfen.  Allerdings muss grundsätzlich sichergestellt werden, dass unsere ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer hierdurch nicht zusätzlich belastet werden.
Wir müssen ebenso die notwendigen materiellen und räumlichen Bedingungen schaffen, damit sie ihre Arbeit vollumfänglich zu unserem Wohl ausführen können und bei zukünftigen Gefahrenlagen z.B.  Starkregenereignissen handlungsfähig bleiben.

In Anerkennung der Leistung an der Gesellschaft soll sämtliches Ehrenamt entsprechende Würdigung erhalten. Die CDU setzt sich dafür ein, dass die Ehrenamtskarte überprüft und aufgewertet wird, gegebenenfalls in Kooperation mit dem Leichlinger Einzelhandel. Hiermit kann die Gesellschaft ihre Wertschätzung angemessen zum Ausdruck bringen.

Kapitel 10: Zeit für die Förderung von Sport und Gesundheit

Leichlingen gehört zur Sportregion Rheinland: Deutsche Sporthochschule in Köln, Leichtathletik von Bayer 04 in Leverkusen, Bundesstützpunkt Bergisch Gladbach für Geräteturnen und Landesleistungsstützpunkte der Schützen in Leichlingen sind nur einige Beispiele.
Neben der sozial verbindenden Funktion des Sportes dient dieser auch der gesundheitlichen Förderung. Nachweislich geht es den sporttreibenden Menschen gesamtgesundheitlich besser. Diesem Motto wollen wir uns intensiv widmen. Dabei beginnt Bewegung schon von klein an und sorgt auch im fortgeschrittenen Alter für Vitalität.

Neben klassischen Bolzplätzen fordern wir die Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Sportplatzes, um auch weiteren Sportlern die Gelegenheit zur Ausübung ihrer Sportart zu geben, alternativ dazu können auch bestehende Plätze zu multifunktionalen Sportstätten umgebaut werden.
Die Integration und der Austausch zwischen Vereins- und Schulsport soll auf- und ausbaut werden.

Wir wollen die Offenlegung der Sportstättenbelegungen in digitaler Form, um Interessenten die einfache Möglichkeit zur Nutzung zu geben.

Pferdesport stellt neben dem sportlichen Aspekt auch eine wirtschaftliche Größe dar. Wir unterstützen die Pflege, den Ausbau und die Vernetzung von weiteren Reitwegen unter Einhaltung der einschlägigen naturrechtlichen Gegebenheiten.

Der geplante Bau des neuen Schwimmbades ist notwendig, damit der Schwimmsport auch in Leichlingen weiterhin ein Zuhause hat. Das Angebot des Freibades soll größtmöglich erhalten bleiben. Ebenso darf der grüne Charakter rund ums Schwimmbad nicht verloren gehen. Es ist uns wichtig, dass Schwimmen weiterhin bezahlbar bleibt. Wir haben das Ziel, dass die Wassergewöhnung für Kinder weiter ausgebaut wird, unter möglicher Einbeziehung der Schwimmhallen in Roderbirken und der Paul-Klee-Schule.

Um ein zukunftssicheres und breitgefächertes Fachärzteangebot in Leichlingen zu halten und die allgemeinmedizinische Versorgung sicherzustellen soll ein Ärztehaus in Leichlingen angesiedelt werden, in dem verschiedene medizinische Kompetenzen über kurze Wege bürgernah angeboten werden. Der zu wählende Standort soll dabei leicht zu erreichen sein und den sich ansiedelnden Ärzten den Raum zur perspektivischen Entwicklung bieten.
Im städtischen Leben nehmen darüber hinaus die Kliniken Wersbach und Roderbirken eine wichtige Rolle ein. Dabei ermöglichen diese lokale medizinischen Rehabilitation und Betreuung, halten aber auch Knowhow vor, welches den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt. Wir regen an, dass dieses Knowhow zukünftig stärker im lokalen Rahmen im Austausch mit der niedergelassenen Ärzteschaft aber auch in der Gesundheitsprävention genutzt werden soll.

Kapitel 11: Zeit für Kunst und Kultur

Kulturelles Handeln bildet den Kern des Menschseins. Die Verbundenheit zur Heimat in der Blütenstadt und im Höhendorf ist ebenso deutlich wie die Offenheit für Kunst und Kultur. Gerade in diesem Bereich hat die Stadt in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung vollzogen.

Wir sind uns unserer kulturpolitischen Verantwortung bewusst und möchten auch weiterhin ein starker und zuverlässiger Partner sein. Die damit gleichermaßen verbundene Förderungs- und Forderungskultur hier vor Ort ist und bleibt für uns eine Herzensangelegenheit.

Unser Ziel ist es, dass Kunst und Kultur noch stärker ins Ortsbild integriert werden. Dabei sollen hiesigen Künstlerinnen und Künstler öffentliche Plätze zur Verfügung gestellt werden, damit sie zum einen ihren Bekanntheitsgrad optimieren können und zum anderen damit die Attraktivität unserer Stadt gesteigert wird.
Dazu soll ein Kunst- und Galerieweg eingerichtet werden.
Wir setzen uns für die Einrichtung eines dauerhaften Kulturtreffs als Austauschstätte zwischen Künstlern und Bürgern (Schriftsteller, Goldschmied, Maler zur Abhaltung von Kursen/Workshops, Lesungen, Präsentationen oder Stammtische) ein.

Kulturelle Institutionen sollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, damit diese erhalten bleiben können. Daher setzen wir uns für eine faire Bezahlung und langfristige Bindung der Honorarkräfte der Musikschule ein.

Die Stadtbücherei verstehen wir als kulturellen Ort der Begegnung und möchten ihn so weiterentwickeln.

Die Stadtgeschichte soll für alle zugänglich gemacht werden. Dabei soll die Stadt sich mit den vielen geschichtsinteressierten ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern abstimmen und einen gemeinsamen Weg anstreben.

Der interkulturelle Austausch und der Zusammenhalt in Europa sind von besonderer Bedeutung. Die Städtepartnerschaften mit Funchal, Marly-le-Roi und Henley-on-Thames gilt es aufrecht zu erhalten und zu pflegen.